Welche DPI bei welcher Größe? – Der Ratgeber für Schilder, Banner, Fahnen & Co.
- Guido Röhrig
- 24. Feb.
- 3 Min. Lesezeit

Eine der häufigsten Fragen, die uns in der Werbewerkstatt Neuss erreicht: "Welche Auflösung brauche ich für mein Druckprojekt?" Die Antwort hängt stark vom Endformat und dem typischen Betrachtungsabstand ab. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen, welche DPI-Werte für Visitenkarten, A4-Flyer, Großformatdrucke, Banner, Fahnen und Schilder empfohlen werden.
Was bedeutet DPI?
DPI steht für "Dots Per Inch" – also Punkte pro Zoll. Je höher der DPI-Wert, desto feiner und schärfer erscheint ein Druckbild. Entscheidend ist aber: Bei großen Formaten, die aus einiger Entfernung betrachtet werden, benötigt man viel weniger DPI als bei kleinen Drucken, die man direkt in der Hand hält.
Kleinstformate: Visitenkarten & Flyer (A5 bis A4)
Für Drucksachen, die man direkt in die Hand nimmt und aus wenigen Zentimetern Abstand betrachtet, gilt die höchste Qualitätsanforderung:
Visitenkarten, Flyer (A5/A4): 300 DPI – das ist der Standard im Offsetdruck
Hochwertige Fotodrucke: 300–360 DPI für optimale Schärfe
Minimale Auflösung: 150 DPI (Qualitätsverluste werden sichtbar)
Mittelformate: A3 bis A0 (Poster & Plakate)
Plakate und Poster werden in der Regel aus 50–100 cm Abstand betrachtet. Daher können die DPI-Anforderungen etwas geringer ausfallen:
A3 (297 × 420 mm): 150–300 DPI empfohlen
A2 (420 × 594 mm): 100–150 DPI reichen in der Regel aus
A1 (594 × 841 mm): 72–100 DPI – Betrachtungsabstand ca. 1 Meter
A0 (841 × 1189 mm): 50–72 DPI – Betrachtungsabstand ab 1,5 Meter
Tipp: Planen Sie Ihre Dateigröße vorausschauend. Ein A0-Poster bei 72 DPI hat eine Pixelgröße von ca. 2384 × 3370 px. Bei 150 DPI wären es 4967 × 7016 px – das kann die Dateigröße und Verarbeitungszeit erheblich erhöhen.
Großformatdruck: Roll-Up, Banner & Mesh-Banner
Banner werden typischerweise aus 2–5 Metern Abstand betrachtet. Hier gelten deutlich entspanntere DPI-Anforderungen:
Roll-Up (85 × 200 cm): 72–150 DPI empfohlen
PVC-Banner bis 3 m: 72–100 DPI ausreichend
Mesh-Banner & Bauzaunbanner (ab 3 m): 40–72 DPI
Großflächige Werbebanner (ab 5 m Breite): 25–50 DPI
Fahnen & Beachflags
Fahnen bewegen sich im Wind und werden selten aus kurzer Distanz betrachtet. Zudem druckt das Material (meist Polyester) weniger fein als Papier oder PVC:
Beachflag / Beachbanner: 72–100 DPI
Hissfahnen (Standard 80 × 200 cm): 72–100 DPI
Große Fahnen & Wimpelketten: 50–72 DPI ausreichend
Schilder: Alu-Dibond, Forex, Acryl & Co.
Bei Schildern kommt es stark auf Größe und Einsatzzweck an. Ein Türschild wird aus 50 cm betrachtet, ein Straßenschild aus 10 Metern:
Türschilder & Infoschilder (bis A4): 150–300 DPI
Wegweiser & Hinweisschilder (A3–A2): 100–150 DPI
Außenschilder & Firmenschilder (ab A1): 72–100 DPI
Straßenschilder & Fassadenbeschriftung (Großformat): 25–72 DPI
Fahrzeugbeschriftung & Wrapping
Fahrzeugfolierungen sind Sonderfall: Das Motiv wird auf einer gekrümmten Fläche aufgebracht und aus dem Straßenverkehr betrachtet:
Teilbeklebung (z. B. Tür oder Motorhaube): 72–100 DPI
Vollfolierung (Ganzes Fahrzeug): 50–72 DPI ausreichend
Logos & Schriften (scharf und kontrastreich): Wenn möglich als Vektordatei (AI, EPS, SVG) liefern!
Die goldene Regel: Datei in Originalgröße anlegen
Legen Sie Ihre Druckdatei immer in der tatsächlichen Endgröße an – nicht skaliert. Ein Bild, das bei A4/300 DPI gut aussieht, aber auf A0 hochskaliert wird, verliert massiv an Qualität. Umgekehrt: Wenn Sie eine Datei in kleinerem Maßstab anlegen (z. B. 1:10), rechnen Sie die DPI entsprechend hoch (bei 1:10 dann 720 DPI statt 72 DPI).
Schnellübersicht: DPI-Empfehlungen auf einen Blick
Visitenkarten / A4-Flyer: 300 DPI
A3-Poster: 150–300 DPI
A2-Plakat: 100–150 DPI
A1-Plakat: 72–100 DPI
A0-Plakat: 50–72 DPI
Roll-Up / kleiner Banner: 72–150 DPI
PVC-Banner bis 3 m: 72–100 DPI
Mesh-/Bauzaunbanner: 40–72 DPI
Großflächenbanner (ab 5 m): 25–50 DPI
Fahnen & Beachflags: 72–100 DPI
Fahrzeugfolierung: 50–100 DPI (Logos als Vektor!)
Schilder Innen (bis A4): 150–300 DPI
Außenschilder Großformat: 50–100 DPI
Unser Tipp: Vektordaten sind immer die beste Wahl!
Für Logos, Schriften und grafische Elemente empfehlen wir grundsätzlich Vektordateien (AI, EPS, PDF, SVG). Diese sind auflösungsunabhängig und können beliebig groß gedruckt werden – ohne Qualitätsverlust. Pixel-Bilder (JPG, PNG, TIFF) sollten nur für Fotos verwendet werden.
Sie haben noch Fragen zu Ihrer Druckdatei oder benötigen Hilfe bei der Druckvorbereitung? Das Team der Werbewerkstatt Neuss berät Sie gerne! Kontaktieren Sie uns einfach – wir helfen Ihnen, das beste Ergebnis für Ihr Projekt zu erzielen.



Kommentare